Im Macaron Wunderland – Ladurée in Paris

Macaronverpackung im Laduree

Paris – Hauptstadt der Liebe, Mode- und Kultur-Metropole, Shopping Hotspot, kulinarisches Wunderland und definitiv immer eine Reise wert. Wofür Paris ebenso bekannt ist, sind Macarons, die bunten, fluffigen Doppel-Kekse mit lockerer Creme- oder Marzipanfüllung.

Ich muss gestehen, dass ich Macarons bisher nicht viel abgewinnen konnte. Die ersten Macarons, die ich probierte, waren mir einfach zu süß, zu klebrig, also alles in allem geschmacklich nicht gerade herausragend und danach war das Thema Macarons für mich erst einmal erledigt. Irgendwann, eine geraume Weile später, brachte mir eine Freundin eine kleine Packung mit drei Macarons aus Hamburg, Ottensen mit. Handgemacht, superfrisch – und sagenhaft lecker. Ich war also angefixt und da ein Paris-Kurztripp anstand war klar, dass ich mich dort kulinarisch auch beim Thema Macarons würde umsehen müssen.

Ladurée als traditionsreiche Pâtisserie-Kette stand für mich ziemlich weit oben auf der Liste, da ich dort bei einem etwas zurück liegenden Parisbesuch bereits einmal gewesen war, jedoch letzten Endes nichts gekauft hatte. Ich hatte also bereits eine vage Vorstellung von den Preisen und war mir sicher, dass man den Laden nicht verlassen konnte, ohne ein kleines Vermögen ausgegeben zu haben. Ein Macaron kostet ca. 1,70 EURO, die kleinste Geschenkverpackung mit nur sechs Macarons bereits knapp 16 EURO – wobei es auch „normale“ Verpackungen gibt, für die man nicht extra zahlen muss. Nun stellte sich mir also die berechtigte Frage: Sind die Macarons von Ladurée den Preis wirklich wert oder bezahlt man hauptsächlich für die Marke?

Also fand ich mich an einem sonnigen Vormittag vor der Ladurée Filiale auf der Champs-Élisées wieder. Die Pâtisserie setzt klar auf Nostalgie, aufs Verspielte mit Jugendstilelementen, was mich zugegebenermaßen ziemlich anspricht. Allein das Schild über dem Eingang ist ein Blickfang, neben dem reinen Verkauf kann man dort auch in gemütlicher Caféatmosphäre einkehren und außer Süßkram wie Törtchen und Kuchen auch ein paar herzhafte Dinge verzehren. Ich hatte Glück: Die Schlange an der Macaron-Theke war verhältnismäßig kurz, was laut verschiedenster Artikel über die Nobel-Konditorkette durchaus auch ganz anders aussehen kann. Ich hatte dennoch genug Zeit, die Auslage zu bestaunen und ehrlich gesagt lief mir beim Anblick schon das Wasser im Munde zusammen.

Törtchen im Laduree

Macarons im Laduree

Es gibt nichts Großartigeres, als Kunst, die man hinterher essen kann. Und all die kleinen Kuchen und Törtchen sind wirklich wahre Kunstwerke. Die Damen hinter dem Tresen wirbeln wie emsige kleine Bienen vom einem Kunden zum nächsten, so dass man fast schon von Fließbandarbeit sprechen kann. Trotzdem fühlte ich mit dann beim Aussuchen der Macarons nicht gedrängelt. Die Sorten lesen sich ganz fantastisch: Von Salted Butter Caramel über Orange Blossom und Chocolate Passion Fruit bis hin zur blauen Marie-Antoinette. Man versuchte auch nicht, mir die teuersten Boxen aufzuschwatzen, sondern wies mich gleich auf die kostengünstigste Version hin, was dann natürlich dazu führte, dass ich mehr Geld für die Macarons selbst ausgeben konnte und damit auch mehr der Doppel-Kekse in meiner Box landeten als ursprünglich geplant. Knapp zehn Minuten später stand ich mit einem hübschen Tütchen und wertvoller Fracht wieder auf der Champs-Èlisèes und konnte es kaum erwarten, aufs Hotelzimmer zurück zu kehren, um eines der bunten kleinen Kunstwerke zu probieren.

Eingang Laduree Champs-Elisees

Ich mach’s kurz: Ja, der Preis lohnt sich. Die Macarons schmecken wie frisch aus dem Ofen gehüpft (was sie vermutlich auch sind) und zergehen auf der Zunge wie Wölkchen. Meine Lieblingssorte ist übrigens die blaue Marie-Antoinette und das ehrlich gesagt gerade WEIL ich den Geschmack nicht wirklich definieren kann.

Wirklich schade, dass die Pâtisserie in Deutschland nicht Fuß fassen konnte. Für eine Weile gab es wohl mal eine Filiale in Berlin, diese hat „den Kekstest der Deutschen“ aber nicht überstanden und schloss binnen kürzester Zeit wieder.

Aber zumindest Hamburger können aufatmen: Die Konditorei, aus der meine Freundin mir die drei superleckeren Macarons mitbrachte, heißt Jö Makrönchen und befindet sich in Ottensen in der Friedensallee 6. Die Macarons, die dort gebacken werden, können wirklich locker mit denen von Ladurée mithalten, aber auch sie haben ihren stolzen Preis. Und für alle Nicht-Hamburger: Man kann dort auch online bestellen.

Bis zum nächsten Post: Bon appétit!

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